N. Huck
1/5
Leider wurde meine Bewertung nicht veröffentlicht, was ich mit zwei Jahren Verspätung erst gemerkt habe. Hier nun ein neuer Versuch mit Verspätung
KÜCHE mit wochenlange Verzögerungen, unzähligen Mängeln, Diskussionen, am Ende bleiben Teile schief oder unvollständig
In den letzten Jahren hatten wir nach und nach die Elektrogeräte unserer Küche von Firma Heilenz ersetzen lassen und waren immer sehr zufrieden. So war klar, hier bestellen wir nun auch die Küche.
Die Planungszeit dauerte vom ersten Termin Ende Februar bis zur Bestellung beim Hersteller Ende April.
Anfang Juli sollte die Küche geliefert werden. Um einen Montagetermin zu bekommen, musste ich allerdings bei Firma Heilenz selbst nachhaken. Der vereinbarte Termin konnte nicht gehalten werden, da ein Mitarbeiter erkrankte. Der angebotene Ersatztermin zwei Wochen später passte für uns nicht. Man einigte sich auf die dritte August Woche, nach unserem Urlaub. Dieser Termin wurde kurzfristig verschoben, weil wieder ein Mitarbeiter krank wurde. Da hatten wir unsere alte Küche schon entfernt. Bis die neue eingebaut werden konnte, dauerte es dann zwei Wochen mehr.
Unsere Frage nach einem Rabatt für diese Unannehmlichkeiten schien die Mitarbeiterin zu erheitern. Sie glaube nicht, dass dies möglich sei, werde es aber mit dem Chef klären. Wir wurden, was das angeht, bis zum Schluss immer wieder vertröstet.
Leider mussten wir nach dem Einbau dann auch einiges bemängeln.
Die Griffe waren teilweise nicht auf gleicher Höhe und nicht wie auf dem Plan eingezeichnet angebracht. Die Arbeitsplatte saß schräg (wir wohnen in einem Altbau, aber dafür engagierten wir ja Profis). Der Wasserhahn funktionierte nicht richtig. Es fehlten Abdeckungen bei Scharnieren und Löcher von Halterungen. Es fehlte ein Einlegeboden in einem der Schränke. Zwei Glasfronten kamen im Stil Sprossenfenster statt mit durchgängigem Glas (haben wie so beibehalten, weils gut aussieht). Die Spüle war an mehreren Stellen undicht (am Ende stellte sich heraus, dass man diese ohne Absprache, den Installateur einer anderen Firma hatte anschließen lassen, der nur für den Boiler gekommen war, d.h. der hatte weder Zeit, noch war er vorbereitet, noch war es sein Material). Schrauben wurden schräg und unvollständig eingeschraubt und standen aus dem Boden der Schränke als kleine Hindernisse heraus.
Auf all diese Sachen mussten wir von uns aus aufmerksam machen. Selbst wo etwas ganz offensichtlich fehlte, gab es keinen Hinweis, keine Entschuldigung oder Erklärung.
Vieles waren Kleinigkeiten, die einzeln kein Thema gewesen wären und schnell behoben waren.
Die großen Punkte aber, wie die schräge Arbeitsplatte und die versetz sitzenden Türgriffe, sorgten für Diskussionen.
"Die Arbeitsplatte kann nicht anders eingebaut werden. Ich lasse da gerne einen Gutachter kommen." Dabei saß die vorhergehende Platte gerade. Die hatte mein Cousin eingebaut, der kein Schreiner ist....
"Die Griffe können nicht anders angebracht werden." "Bevor der Hersteller zehn Fronten austauscht, reißt er die Küche lieber wieder raus." Am Ende ging das mit den Griffen und den Fronten dann doch, wir sollten allerdings die Mehrkosten bei den Arbeitsstunden zur Hälfte bezahlen.
Es dauerte mehrere Termine und Wochen, die meisten Mängel zu beheben.
Es blieben am Ende erhalten
- die schräge Arbeitsplatte
- eine schräge Front am Kühlschrank ("Den haben Sie halt nicht bei uns gekauft."....doch, nur eben zwei Jahre vorher und das sollte auch keinen Unterschied machen)
- das fehlende Einlegebrett (Wurde erst nicht, dann falsch geliefert und ein dritter Versuch wurde trotz unseres Drängens nicht gestartet. "Das können Sie ganz leicht selbst im Baumarkt besorgen und selbst mit Winkel und Schrauben befestigen.")
"Fertig" war unsere Küche Ende Oktober. Die entstandenen Mehrkosten für zusätzliche Arbeitsstunden wurden uns großzügig erlassen (ca. 3% des gesamten Preises).
- Ein Bohrloch in der Front mit weißer Paste gefüllt
Nach wochenlangen Verzögerungen, Diskussionen und den übrig gebliebenen Mängeln zahlten wir den vollen Preis des ursprünglichen Angebotes.